10 Tage Sommer, Party und Spitzensport

Weltrekord! Mit einer unglaublichen Besucheranzahl von 215.000 Menschen ging am 10.08.2014 der Think Blue. Kitesurf World Cup zu Ende und bot allen: Ridern, Besuchern und Offiziellen, zehn großartige Tage, die in einem hochklassigen Finale der Freestyler Kiter gipfelte.

Doch zurück zum Anfang. Am Freitag den 01. August pilgerten insgesamt 122 Rider aus 26 Nationen an die Küste der Nordsee, um diese für 10 Tage in ein Feld hochklassigen Spitzensports zu verwandeln. Dabei traten die verschiedenen Sportler in den Kategorien Freestyle und Slalom an. Mit dabei waren natürlich auch die Fahrer der absoluten Weltelite wie Christophe Tack, Marc Jacobs, Gisela Pulido, Karolina Winkowska, Aaron Hadlow und und und. Klar, wer lässt sich schon das größte Kitesurf-Event der Welt entgehen. Empfangen wurden die Fahrer mit einer gebührenden Party, auf der Le – Fly St. Pauli Tanzmusik für ordentlich Stimmung sorgte und ein frühes Zubettgehen praktisch unmöglich machten. Auch der Auftritt von BEGINNER SOUNDSYSTEM am Samstag sorgte für volle Tanzflächen.

Think Blue Kitesurf World Cup

Begrüßung der Rider

Für volle Strände sollten unter anderem die sportlichen Einlagen der Athleten sorgen, die jedoch wetterbedingt erstmal ausblieben. Von Wind war in den ersten Tagen nichts zu sehen, bzw. zu spüren. Im Tausch für mangelnde Windgeschwindigkeiten hielt es der Wettergott jedoch für angebracht, für strahlenden Sonnenschein zu sorgen und so nutzten die Rider und die tausenden Besucher die Zeit, um über das 20.000 Quadratkilometer großen Eventgelände zu schlendern, sich zu Sonnen oder eines der zahlreichen Side-Events zu testen. Slackline, Beach Volleyball/Soccer, Pump Track oder Stand Up Paddling ließen auch bei einem lauen Lüftchen keine Langeweile zu. Das riesige Testival Gelände, auf dem die neusten Errungenschaften der Kitesurfszene getestet werden durften, tat sein übriges und lockte über tausend begeisterte Hobby-Kiter an den Strand.

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Siege für Hadlow und Winkowska.

Aus der gestrigen Überschrift „König Aaron ist zurück!?“ können wir nun getrost das Fragezeichen streichen, denn Aaron Hadlow hat sich im Finale des Think Blue. Kitesurf World Cup mit einer beeindruckenden uns souveränen Leistung gegen den jungen Spanier Liam Whaley durchsetzen können. Damit konnte der Brite nicht nur seinen ersten Sieg am Ordinger Strand feiern, sondern auch den ersten Sieg seit 2009. „Der erste Sieg nach meinem Comeback und dann auch noch beim größten und besten Kitesurf-Event der Welt. Ein Traum ist wahr geworden“, jubelte der Hadlow, der sich zwei Jahre lang aus dem Wettkampfsport zurückgezogen hatte. Der erst 17-jährige Whaley war dabei ein harter Konkurrent. Landete er gestern noch auf dem neunten Platz, kämpfte er sich Stück für Stück an die Spitze zurück und besiegte dabei Weltklassesportler wie Christophe Tack oder Marc Jacobs, der am Ende auf dem dritten Rang landete. Bei den Damen konnte sich, wie im letzten Jahr, die Weltranglistenerste Karolina Winkowska den Titel sichern, die sich im entscheidenden Heat gegen die Spanierin Gisela Pulido durchsetzen konnte. Dritte wurde Bruna Kajiya.

Think Blue Kitesurf World Cup

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König Aaron ist zurück?!

Sechs volle Tage haben wir gewartet, gebetet und sehnsüchtig auf Wind gehofft. Die Belohnung gab es heute. Ganze neun Stunden duellierten sich die besten Kiter der Welt vor der Küste St. Peter-Ordings und zogen die Single Elimination durch. Von 0 auf 100 für die Könige der Lüfte, die Fans wie Offizielle alles andere als enttäuschten. Ein spannender Heat folgte den nächsten und die Favoriten marschierten scheinbar unaufhaltsam durch das Hauptfeld, hin zum Finale. Einzig Youri Zoon, der nach einer langen Verletzungspause wieder in seine „alte Heimat“, ist er doch zusammen mit Kevin Langeree mit drei Titeln Rekordsieger, zurückkehrte und dem gute Chancen eingeräumt wurden, scheiterte überraschend an dem Spanier David Tonijuan Colomer und verpasste damit den Einzug in das Achtelfinale. Aus deutscher Sicht verlief die Single Elimination ebenfalls nicht optimal. Einzig Mario Rodwald zog in das Feld der letzten 16 ein, hatte dort jedoch das Nachsehen im Duell mit dem Brasilianer Eudazio da Silva. Linus Erdmann, Marian Hund und Sabrina Lutz scheiterten schon im Vorfeld.

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Das große Luftholen…

Aus sportlicher Sicht waren die vergangenen Tage eher Mau und der Wind hat eine Pause gemacht. Glaubt man den Wetterberichten eine Entspannungspause, die uns für Samstag und Sonntag großartige Bedingungen bescheren wird. Bei Windgeschwindigkeiten um die 20-30 Knoten werden sich die Zuschauer und die Rider auf einiges gefasst machen können. Vor allem für die Rider ist der Wetterumschwung ein willkommenes Geschenk, scharten diese, allen voran die Stars um Gisela Pulido, Christophe Tack oder Aaron Hadlow, doch schon seit Beginn des World Cups mit den Hufen. Mit fünf Eliminations kamen bisher nur die Slalomfahrer auf ihre Kosten. Das soll sich morgen ändern. Schon ab 9.30 Uhr werden die restlichen vier Qualifikationsheats für das Hauptfeld abgeschlossen, sodass die Stars zu einer humanen Uhrzeit über der Nordsee abheben werden, was gerade denjenigen in die Karten spielt, die heute Abend bei den DISCOBOYS (ab 22.00 Uhr), so richtig abgehen wollen.

Da die letzten Tage jedoch eher entspannt abliefern kann damit gerechnet werden, dass die Party nicht zu tief in den Knochen stecken bleiben wird und wir morgen einen einzigartigen und hochklassigen Wettbewerb mit vielen Zuschauern erleben werden.

Vorbeikommen lohnt sich!!

Erfolge für Deutschland

Der Think Blue. Kitesurf World Cup läuft seit nun mehr sechs Tagen und für die deutschen Slalomfahrer läuft es bisher nach Plan. Insgesamt wurden bis jetzt fünf Elimination gefahren, bei dem Weltmeisterin Christine Bönniger und Florian Gruber, denen schon im Vorfeld gute Chancen vorausgesagt wurden, gute Ergebnisse erzielen konnten. In der Gesamtwertung liegen beide aktuell auf dem dritten Platz, wobei Bönniger Punktgleich mit der Zweitplatzierten Annelous Lammerts aus den Niederlanden ist. Nach ihrem Sturz im ersten Rennen, der sie „schon ein wenig belastet hat“, kämpfte sie sich Rennen um Rennen erfolgreich an die Top 3 heran. Erste bei den Damen und ebenfalls aus den Niederlanden stammend ist Katja Roose, die in den fünf Läufen zwei Mal als erste über die Ziellinie fuhr. Keine große Rolle spielen bisher Magaji Bibiana und Parma Eliska, die auf den Plätzen eins und zwei der Weltrangliste rangieren.
Bei den Herren zeigt der US-Amerikaner Bryan Lake, warum er in den letzten zwei Jahren den WM Titel holte. Nachdem er beim ersten Rennen „nur“ auf den zweiten Platz fuhr, konnte er in den nächsten vier Rennen drei souveräne Siege erzielen und damit den amtierenden Weltranglistenersten Julien Kerneur aus Frankreich auf den zweiten Platz verweisen. Der Südafrikaner Oswald Smith, immerhin die Nummer zwei der Welt, enttäuschte bislang und liegt derzeit „nur“ auf dem sechsten Rang.


Neben Christine Bönniger und dem aus Bayern stammenden Florian Gruber machte ein weiterer Fahrer aus der Bundesrepublik auf sich aufmerksam. Der erst 17-jähirge Jannis Maus überraschte sowohl Experten als auch Zuschauer und fuhr mit einigen großartigen Leistungen auf den vierten Rang der Gesamtliste. „Ich bin total happy“, so der Oldenburger. Glaubt man der Wettervorhersage werden sich die Rivalen morgen in weiteren Wettkämpfen messen.
Auf die Stars der Königsdisziplin, dem Freestyle, müssen wir noch länger warten. Im Moment befinden wir uns noch in den Qualifikationsheats für das Hauptfeld. Einen der Rekordsieger in St. Peter-Ording durften wir jedoch schon in Action erleben. Youri Zoon qualifizierte sich routiniert für das Hauptfeld.

Interview mit Bryan Lake

Neben zahlreichen anderen Stars dürfen wir auch den amtierenden Weltmeister im Slalom in St. Peter-Ording begrüßen: Bryan Lake. Der 31-jährige US-Amerikaner dominierte in den letzten Jahren die Disziplin Slalom und fuhr einen Sieg nach dem anderen ein. Auch in St. Peter-Ording war Lake erfolgreich und konnte zwei Mal in Folge auf der höchsten Stufe des Siegerpodests feiern. Aktuell steht er auf dem vierten Platz der Weltrangliste, will aber unbedingt den Titel-Hattrick klar machen. Wir haben die Flaute von heute genutzt und mit ihm über seine Ziele für 2014, den World Cup in St. Peter und einen seiner Konkurrenten zu sprechen.

Hey Bryan, beim Slalomlauf gestern bist du ja hinter dem Franzosen Julien Kerneur, knapp auf dem zweiten Platz gelandet. Ein ganz guter Start. Was hast du dir insgesamt für den World Cup vorgenommen?

Mein Ziel ist es immer der Schnellste auf dem Wasser zu sein und mein Bestes zu geben. Zu gewinnen, aber auch Spaß zu haben. Das ist auch ein wichtiger Faktor. Außerdem will ich unbedingt an meine Erfolge vom letzten Jahr anknüpfen und hier in Deutschland, aber auch in der gesamten PKRA World Series, wieder auf den ersten Platz kommen. Die Konkurrenz ist aber hart. In den letzten zwei Jahren konnte ich ja zwei Mal die PKRA World Series gewinnen.

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Die ersten Wettbewerbe

Nachdem des beim ersten richtigen Wettbewerbstag des Think Blue. Kitesurf World Cups mangels Wind eher wenig sportlich zuging, hat Petrus heute mal mächtig am Windhahn gedreht. Wobei er dabei aber hat auf sich warten lassen. Erst gegen 15.00 Uhr brachte es der Wind auf die richtige Stärke und ermöglichte es den Slalomfahrern durch die Wellen der Nordsee zu brettern.

Mit dabei, die deutschen Topfahrer Sabrina Lutz, Florian Gruber und selbstverständlich die amtierende Weltmeisterin Christine Bönniger, für die es jedoch eher eines ihrer schlechteren Rennen werden sollte. Aus der internationalen Top-Liga gingen Fahrer wie Bryan Lake (USA), Julien Kerneur (Frankreich), Manuela Jungo (Schweiz) oder Katja Roose (Niederlande) an den Start. Wie erwartet erreichten alle dieser sieben Ausnahmesportler das Finale. Siegerin bei den Damen wurde Katja Roose, die sich erst knapp vorm Ziel, nach einem Sturz von Christine Bönniger, auf den ersten Platz schob. Die Weltmeisterin dazu: „Das ist unfassbar ärgerlich. Mir fehlten nur Meter. Ich bin stinksauer, aber greife natürlich wieder an“. Bei den Herren setzte sich der Weltranglistenerste Julien Kerneur durch und verwies Bryan Lake auf den zweiten Platz. Über Rang drei konnte sich der 20-jährige Florian Gruber freuen. „Ich mag St. Peter-Ording einfach. 2013 wurde ich hier in der Gesamtwertung Dritter, das möchte ich zumindest wiederholen. Aber vielleicht schaffe ich ja sogar den Sprung weiter nach vorn“, sagte der Garmisch-Partenkirchener. Ebenfalls auf Platz drei landete die Hamburgerin Sabrina Lutz. Für die kommenden Heats sind die drei deutschen Athleten jedenfalls bestens gerüstet.


Nach den Slalomfahrern durften dann auch endlich mal die Freestyler abheben und sich im Duell 1 gegen 1 um den Einzug ins Hauptfeld miteinander messen. Der wohl beste Rider in dieser Qualifikationsrunde ist sicher der Spanier und amtierende PKRA World Series Gewinner Alex Pastor, der Aufgrund einer Verletzung noch nicht in den Verlauf der aktuellen Wettbewerbsserie eingreifen konnte. Kurz vor seinem großen Auftritt versagte jedoch der Wind und wir können uns morgen auf seine Tricks und Sprünge freuen. Wer auf die Auftritte der acht besten Rider der Welt brennt, muss sich noch ein wenig gedulden. Die Jungs um Rekordweltmeister Aaron Hadlow stehen automatisch im Achtelfinale und greife dementsprechend spät in das Turnier ein.
Für Morgen heißt es dann wieder Daumen drücken und auf eine steife Brise hoffen…

Die Köpfe hinter dem World Cup

Wie viele Menschen braucht man zum Ausrichten eines Kitesurf World Cups? Das ist eine Frage, die sich sicherlich der ein oder andere von euch schon gestellt hat. Es mit einer simplen Zahl an beteiligten Arbeitern auszudrücken, würde dem großen Aufwand nicht wirklich gerecht werden und da dazu auch noch die Gefahr besteht jemanden zu vergessen, soll erst mal ein grober Rahmen der verschiedenen Zuständigkeitsbereiche dargeboten werden. Mit dem ein oder anderen Blick für das Detail.

Dass bei dem Aufbau einer 20.000 Quadratkilometer großen Zeltstadt mit Fressbuden, Chillout-Areas, Side-Events, Orga-Büro, Krankenstation und und und, viele Späne fallen ist klar und dementsprechend brauch man auch eine Vielzahl an Menschen, die dafür hobeln. Handwerker, Elektriker, Techniker und dutzende motivierte Helfer legen überhaupt erst den Grundstein für das 10tägige Event. Tag und Nacht im Einsatz ist auch unsere Security, die auch nach den Partys nach dem Rechten sieht. Sind die infrastrukturellen Dinge erledigt, heißt es natürlich noch lange nicht Füße hochlegen. Je mehr sich das Eventgelände mit Leben füllt, desto größer ist auch unser Einsatz und alles muss im Auge behalten werden. Rider wissen nicht wohin, dazu noch ein Stromausfall und eine Kaskade gezielter Fragen von den anrückenden Journalisten. Aber sind wir ehrlich, ohne das wäre es ja auch langweilig.

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Willkommen, Welcome, Bienvenue

Dies sind nur einige der Sprachen, mit denen wir gestern unsere 122 Teilnehmer aus 26 Ländern der Welt, beim Think Blue. Kitesurf World Cup willkommen geheißen haben. 122 Rider, das heißt 122 Mal individuelle Spitzenklasse und jeder will den anderen übertrumpfen. Schneller, weiter, höher. Den Heimvorteil, ein unterschätztes Element, wollen insgesamt ganze 49! Kitesurfer aus ganz Deutschland nutzen und sich vor heimischem Publikum in bester Verfassung zeigen.

An der Zahl knapp dahinter, aber nicht weniger motiviert, sind die Athleten aus den Niederlanden, die mit einer Stärke von 10 Fahrern nach St. Peter-Ording gereist sind. Danach folgen Spanien (8) und Russland bzw. Frankreich mit jeweils sieben Teilnehmern.

Titelverteidiger Marc Jacobs

Titelverteidiger Marc Jacobs

Der erste Preis für die weiteste Anreise geht an den Neuseeländer Marc Jacobs, der seine knapp 19.000 Kilometer lange Reise und einen möglichen Jetlag aber sicher mit der Routine eines Kitesurf World Cup Titelverteidigers, überspielen wird. Zwar spielt der Wind noch nicht so mit, aber wir bleiben da optimistisch. Sollte Petrus gnädig sein, können wir uns auf großartige Duelle gefasst machen. Denn die Athleten kennen nur ein Gas…Vollgas!

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