Spanische Siege in Brasilien

Bei der World Cup Premiere im brasilianischen Barra Grande wurde auf dem obersten Treppchen des Siegerpodests spanisch gesprochen. Und das gleich doppelt.
Am letzten Tag des Kitesurf World Cups in Brasilien, der mit glassklarem Wasser und beständigen Wind optimale Bedingungen bot, erlebten die Zuschauer Kite-Action zum Zunge schnalzen und die Lokalmatadoren um Alex Neto und Bruna Kajiya zeigten, dass sie in heimischen Gewässern unbedingt etwas reißen wollten. Dies bewies Bruna Kajiya eindrucksvoll, indem sie die in diesem Jahr fast unschlagbare Polin Karolina Winkowska im Halbfinale links liegen ließ und ins Finale einzog. Mit der Rekordweltmeisterin Gisela Pulido wartete dort aber doch eine zu harte Nuss und so landete die Brasilianerin schließlich mehr als verdient auf dem zweiten Rang. Für die 20-jährige Spanierin Pulido war es der dritte Sieg in der laufenden PKRA Kitesurf World Tour.

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Bei den Männern ging es nicht weniger hoch her. Auch hier schenkten die Brasilianer ihren Konkurrenten nichts, schafften es aber dann doch nicht zum ganz großen Wurf und so schied Carlos Mario im Halbfinale gegen den wiedererstarkenden Niederländer Youri Zoon aus. Brach er in Deutschland nach einem Sturz noch den laufenden Wettbewerb ab, kommt Zoon mittlerweile wieder an seine frühere Form heran und marschierte unbeirrt ins Finale. Dort wartete mit dem erst 18-jährige Liam Whaley der Sieger in den Single Eliminations. Nach einem ausgeglichenen Finale mit einem nervösen Beginn von Whaley konnte sich Zoon schließlich durchsetzen und den Spanier so in ein Super Final zwingen. Hier agierten beide Teilnehmer eher vorsichtig und schließlich war es die unbekümmerte Art von Whaley, die dem zweiten Spanier an diesem Tag den Sieg bescherte.

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Somit rücken die beiden Zweitplatzierten Pulido und Whaley wieder an die Spitzenreiter Winkowska bzw. Christophe Tack heran. Die letzten beiden World Cups in China werden also noch mal zu richtigen Herzschlagfinals!

Auf dem Weg der Besserung

Ziemlich genau einen Monat ist es her, dass der deutsche Kiteprofi Mario Rodwald beim letzten Wettkampftag des Think Blue Kitesurf World Cup unglücklich in einer Welle landete und sich dabei eine schwere Knieverletzung zuzog. „Erst dachte ich, dass etwas mit dem Board nicht in Ordnung war, doch schnell wurde mir klar, dass es mein Knie war“, sagte der 23-jährige einige Tage nach seiner Verletzung. Die Diagnose damals: Kreuzbandriss und somit das Ende der laufenden Kitesurf World Tour Saison, auf der Rodwald vor seinem Sturz den 10. Platz belegte. Nach der Operation befindet sich der Rendsburger (Schleswig Holstein), in der Reha und arbeitet an seinem Comeback. „Jeden Tag geht es in der Reha voran“, so Rodwald „ Vielen Dank auch an die Leute, die mir gute Besserung gewünscht haben. Das hat mich sehr berührt.“ Wann er wieder auf dem Wasser trainieren kann, steht noch nicht fest, doch sein Ziel ist es, „nächstes Jahr wieder im World Cup zu starten“.

Wir wünschen dafür viel Glück und gute Fortschritte bei der Reha!

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