„Foil ist die Zukunft“ Florian Gruber

Hallo Florian,

wie geht`s?

Danke, gut?

Vor 17 Tagen ist das Kitesurf Jahr 2016 zu Ende gegangen. Wie lautet dein sportliches Fazit?

Das Jahr lief ganz ok für mich. Zwar konnte ich, wie beim Kitesurf World Cup in Deutschland, sehr gute Ergebnisse einfahren, doch dann gab es auch immer wieder Rennen, bei denen es nicht so gut lief. Bei der Weltmeisterschaft hatte ich beispielsweise Probleme mit meinem Material, was mich dementsprechend zurückgeworfen hat. Aber alles in allem kann ich zufrieden sein.

Sportlich lief der Kitesurf World Cup auf Fehmarn optimal für dich. Wie hat dir das Event gefallen?

Der World Cup war klasse organisiert und die Location war gerade für die Zuschauer, die nahe am Wasser stehen konnten, super. Dass sich das Gelände auf Rasen befand war nicht schlecht. Vom sportlichen her war St. Peter natürlich super. Dort sind die Windbedingungen im Schnitt besser und in der Nordsee hat man weniger Probleme mit dem Seegras als in der Ostsee. Dennoch fand ich den World Cup sehr gelungen.

Können wir in diesem Jahr wieder mit dir rechnen?

Das Event auf Fehmarn ist fest in meinem Terminkalender eingeplant.

„Foil ist flexibler. Egal ob bei fünf oder 35 Knoten“

Das hören wir doch gerne. Wie sehen deine sportlichen Pläne für 2017 sonst noch so aus?

In der letzten Woche sind die Tourdaten für die Hydrofoil Tour und die Tour der IKA erschienen. Da kann ich jetzt schon sagen. 2017 werde ich viel unterwegs sein.

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Interview mit dem CEO der WKL: Danny Galiart (2)

Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft. Was können wir erwarten?

Wir wollen die Verbindung zwischen den Fahrern und den Fans weiter intensivieren und den Sport für eine breitere Masse zugänglich machen. Die Märkte in Asien, der USA und Australien zu erschließen ist ein wichtiger Schritt, um als Sportart noch bedeutender zu werden. Auch um große Sponsoren anzulocken. Im vergangenen Jahr hatten wir eine Reichweite von durchschnittlich 35 Millionen pro Event. Da geht noch mehr.

Um die Attraktivität zu erhöhen plant ihr sicherlich auch mehr Wettbewerbe ein…

Auf jeden Fall. Wir haben uns mein Minimum von acht Elite-Events, vier Big Air-Events, drei Qualifikations-Events und einer Junioren Weltmeisterschaft in Spanien gesetzt. Außerdem gibt es noch die Überlegung eines „Ländercups“ ähnlich wie dem Davis Cup im Tennis. Aber in einem einzigen großen Event.

Spielen andere Disziplinen wie Slalom, Foil oder Big Air dabei auch eine Rolle?

Wir sind sehr glücklich, dass wir auch die Rechte für die Vergabe des Weltmeistertitels im Big Air haben. Ich persönlich hätte diese Disziplin gerne in Verbindung mit dem Freestyle gesehen. Das haben die Fahrer jedoch abgelehnt. Wie gesagt planen wir auch vier Events im Big Air.

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Interview mit dem CEO der WKL: Danny Galiart (1)

Hallo Danny, Ende Dezember fand der letzte Stop der Premierensaison der „World Kiteboarding League“ in Neukaledonien statt. Wie lautet dein Fazit der Tour?

Ich könnte nicht glücklicher sein. Als wir die Idee entwickelten und gestartet sind, haben wir damit gerechnet, dass wir erstmal einen Schritt zurück machen müssen, da es viel zu organisieren galt. Doch es ist das Gegenteil eingetreten!

Was waren die größten Herausforderungen, die ihr euch am Anfang der Tour stellen musstet?

Im ersten Schritt war es wichtig, die etablierten Parteien davon zu überzeugen, dass wir, zusammen mit den Ridern und dem Management, etwas Besseres auf die Beine stellen können, als die Organisatoren der Vergangenheit. Das ist uns gottseidank gelungen und wir konnten loslegen.

„Das neue Wettbewerbsformat ist ein großer Schritt, Kitesurfern olympisch zu machen“

Was hat besonders gut funktioniert und dich vielleicht auch überrascht?

Da fallen mir auf jeden Fall das neue Wettbewerbsformat und der Livestream ein. Damit konnten wir sicherstellen, dass das Publikum am Strand und an den Bildschirmen zu Hause zu jedem Zeitpunkt wusste, was auf dem Wasser passiert und welcher Fahrer mit welcher Punktzahl in Führung lag. Das ist ein Wendepunkt in der Sportart und ein großer Schritt, Freestyle im Kitesurfen olympisch zu machen.

Wenn wir dir Anfang des letzten Jahres gesagt hätten, dass die WKL diesen positiven Verlauf nimmt. Hättest du das so unterschrieben?

Ich wusste, dass wir ein sehr gutes Produkt haben und lediglich ein vernünftiges Konzept dahinter fehlte. Ich war mir sehr sicher, dass wir es, wenn wir ein solches vorweisen können, auch mit anderen großen Sportarten mithalten können.

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Die World Kiteboarding League 2016

Nachdem sich viele Rider Anfang des vergangenen Jahres aus verschiedenen Gründen von den bis dato existierenden Verbands- bzw. Wettbewerbsstrukturen abwendeten, war es lange nicht klar, ob wir 2016 überhaupt in den Genuss einer World Tour kommen würden. Die Gründung von „Kiteboarding Riders United“ und die damit einhergehende Organisation der „World Kiteboarding League“ (WKL) sorgte jedoch dafür, dass sich die besten Freestyler der Welt im offiziellen Wettbewerb miteinander messen konnten und obwohl das Motto „Let’s have a tour with only winners“ lautete, gaben die Rider alles für den Sieg.

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