Wir liefern Euch mal eine kurze Übersicht über die Regeln, wie sie 2017 eingehalten werden.

Competition Area:

In der Vergangenheit fanden die Wettkämpfe in teilweise sehr großen Competition Areas statt, was dazu führte, dass die Sportler ihre Tricks in teilweise recht großer Entfernung zum Judge-Tower fahren mussten. 2015 soll den Judges die Möglichkeit gegeben werden, noch näher am Geschehen zu sein und die saubere Ausführung der Tricks, besser beurteilen zu können. Deshalb wurde die Competition Area verkleinert und weiter in Richtung Strandnähe verlegt. Außerdem wurde beschlossen, dass sich immer nur ein Fahrer zurzeit in der Competition Area aufhalten und seine Tricks präsentieren darf.

Unsportlichkeiten

Neue Regeln bringen natürlich auch neue Möglichkeiten, diese zu verletzen. Dabei soll gerade die Behinderung eines Riders, während seines Heats, stärker geahndet werden. Als Behinderung gilt dabei beispielsweise das unerlaubte Eindringen in die Wettkampf-Area. Auch generelles unsportliches Verhalten, wie die Provokation eines Gegners sollen härter bestraft werden.

Strafen

Sollte ein Rider eine mögliche Unsportlichkeit begangen haben, stimmen zunächst die Judges darüber ab. Beim ersten Regelverstoß kann der Rider die Competition noch zu Ende fahren, verliert aber 50% der Punkte seinen bestens Tricks.

Bei einem zweiten Regelverstoß muss der Rider umgehend die Wettkampf-Area verlassen und seinen Heat beenden. Zusätzlich werden ihm die alle Punkte seines am besten bewerteten Tricks aberkannt.

Scoring System

Als weitere Neuerung wurde das Scoring-System verändert. Um die Einschätzung und Bewertung der Tricks noch differenzierter und vor allem detaillierter angehen zu können, beruhen die Einschätzungen der Judges in Zukunft auf sieben verschiedenen Kriterien, die mit einer unterschiedlichen Gewichtung in die Endbewertung einfließen. Dabei bewerten die Judges:

  • technischen Schwierigkeitsgrad
  • Power
  • Höhe
  • Vielfalt
  • Risikofaktor
  • Ausführung
  • Innovation

Diese Bewertungskriterien setzen sich dann in drei verschiedene Gruppen zusammen, die eine unterschiedliche Wertigkeit haben:

40% Technik; bestehend aus Schwierigkeitsgrad und Ausführung. Bewertet von zwei Judges

40% Intensität; bestehend aus Power und Höhe. Bewertet von zwei Judges

20% Performance; bestehend aus Risikofaktor, Innovation, Vielfalt. Bewertet von einem Judge

Tricks

Neben der Bewertung der Tricks haben sich die Offiziellen auch mit dem Thema beschäftigt, wann Tricks als gescheitert gelten. Dabei haben sie fünf Regelungen aufgestellt, wann ein Move als nichtig erklärt werden kann:

  • Der Sportler kentert, oder verliert bei landen die Kontrolle über Bar, Board oder Schirm.
  • Der Sportler muss die Leine benutzen, um seinen Kite unter Kontrolle zu bringen.
  • Der Sportler landet einen Trick, bleibt jedoch stehen und versinkt.
  • Der Sportler landet auf dem Rücken, sodass sein Board aus dem Wasser ragt.

Ausnahmen, die nach Absprache der Judges erfolgen, können bei folgenden Punkten gemacht werden:

  • Der Sportler kommt mit dem Hintern auf, schafft es aber, weiterzufahren und seinen Kite zu kontrollieren
  • Der Sportler verliert die Kontrolle über seine Bar, kann diese aber mit dem Chicken Loop wiederherstellen.

Das gesamte Regelwerk der World Kiteboarding League gibt es hier

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