Unsere Kitesurferin des Monats – Annabel van Westerop

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ An diese geflügelten Worte des deutschen Schriftstellers Franz Kafka haben vielleicht, auf die eine oder andere Weise, auch die Eltern von Annabel van Westerop gedacht, als sie mit ihrer 11-jährigen Tochter aus den Niederlanden nach Auruba ausgewandert sind. Wie diese Entscheidung den Weg ihres Kindes prägen sollte, konnten sie aber sicher nicht ahnen.

Annabel Maria van Westerop wurde am 21. Februar 1994 geboren, wo sie sich bereits als Kind dem Reitsport verschrieb und diesem Hobby mit viel Leidenschaft und einem ebenso großen Talent nachging. Dies änderte sich auch nicht nach dem Umzug der van Westerops auf die knapp 8.000 Kilometer entfernten niederländischen Antillen. Vorerst. Denn mit 13 Jahren wechselte Annabel erstmals den Rücken eines Pferdes gegen ein Board und sammelte erste Erfahrungen im Windsurfen. In einem Wassersportparadies wie Auruba wohl keine große Überraschung. Zumal auch ihr Vater mit dem Kitesurfen begann. Davon inspiriert probierte sich auch die heute 23-Jährige im Kitesurfen und verliebte sich auch Anhieb in diese Sportart. Auch das Reiten konnte da nicht mehr mithalten und obwohl Annabel bei einer Juniorenweltmeisterschaft in Kolumbien noch die Silbermedaille im Dressurreiten gewinnen konnte, ging sie seitdem konsequent ihrer neuen Leidenschaft nach.

Bei perfekten Bedingungen von 20-25 Knoten und warmen Temperaturen, wie sie in Auruba herrschen, konnte Annabel jede freie Minute auf dem Wasser verbringen und kitete sich, auch nach guten Leistungen in verschiedenen nationalen Wettbewerben, in den Fokus möglicher Sponsoren. Schließlich war es die Wassersportmarke Cabrinha, die die Qualität von Annabel erkannte und sie unter Vertrag nahm. Ein wichtiger Schritt in den Anfängen ihrer Karriere. Nach ihrem Highschool-Abschluss entschloss sich Annabel dazu, den Weg zum professionellen Kitesurfen einzuschlagen, was ihr Leben stark verändern sollte: Wettkämpfe, hartes Training und Disziplin waren gefragt, gleichzeitig entdeckte sie andere Kulturen und bekam die Möglichkeit, ihr heißgeliebtes Hobby zum Beruf zu machen. Ein Schritt, von dem viele junge Sportler träumen und Annabel van Westerop bis heute nicht bereut hat. Abseits des Profisports setzt sie sich aktiv für die Umwelt ein. Als Botschafterin der „Stiching Clear Water Fundation“ will sie ihre Bekanntheit dafür nutzen, die Menschen für das Thema Verschmutzung der Meere zu sensibilisieren.

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